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Flusskrebs, Edelkrebs

Krebs-Zucht:

Kein lukrativer, aber ein
interessanter Nebenerwerb

 

Die Zucht von Edelkrebsen - eine bequeme Art, schnell reich zu werden?

Nicht wirklich! Sie werden schnell feststellen, dass die Zucht von Edelkrebsen zwar viel Spass macht, aber nicht wirklich lukrativ ist. Die Haltung und Zucht von Speisekrebsen ist also ein spannendes Hobby und auch ein interessanter Nebenerwerb - mehr aber auch nicht:

Der relativ grosse Aufwand bei der Einrichtung der Gehege, die lange Zeit bis zur Ernte und die eher geringe Gewinnspanne führen erst bei einer Betriebsgrösse zu ernst zu nehmenden Einnahmen, die im Nebenerwerb kaum zu erreichen bzw. zu managen ist.

Andererseits ist die Zucht von Speisekrebsen eine interessante Beschäftigung. Auf Krebs-Zucht.de informieren wir deshalb über alle Fragen rund um die gezielte Vermehrung von Flusskrebsen, über die Einrichtung der Anlage, Krankheiten, über Verwertung der ausgewachsenen Tiere einschliesslich von Rezepten, über rechtliche Rahmenbedingungen, Beschaffung der Jungtiere und über die Biologie des Edelkrebses allgemein.

Neben fundiertem Wissen über die Biologie der Edelkrebse ist unserer Erfahrung nach auch ein bisschen Fingerspitzengefühl für die Art nötig. Der junge Züchter sollte sich deshalb auch praktisch mit der Pflege und Vermehrung von Krebsen beschäftigen, bevor er in ernst zu nehmendem Umfang in die Krebszucht einsteigt. Besonders hilfreich ist es, wenn Sie sich auch mit dem Freiland-Verhalten von Krebsen beschäftigen.

Sollten Sie aber ein entsprechendes "Händchen" für die Krebs-Zucht haben oder entwickeln, ist das nicht nur eine interessante Aufgabe, die viel Spass macht, sondern es ist auch ein angenehmer Nebenverdienst.

Für und Wider der erwerbsorientierten Krebszucht:

Wägen wir vorab einige Vor- und Nachteile gegeneinander ab:
Als Vorteil gegenüber der Zucht anderer Nutztiere (wie Geflügel oder Fische) kann wohl angesehen werden, dass Sie als Züchter i.d.R. nicht für die Tötung der Tiere zuständig sind, da Speisekrebse immer lebend an den Verbraucher geliefert werden. Auch der Arbeitsaufwand hält sich - eine naturnahe Haltung vorausgesetzt - in Grenzen und der Futterverbrauch ist gering, denn Krebse sind gute Futterverwerter.

Edelkrebs

Der Verfasser findet es auch sehr gut, dass die Krebszucht eventuell zu einem Dienst an der Natur werden kann: In Absprache mit den Naturschutzbehörden (!) sollten Krebszüchter einen Teil ihrer Nachzuchten für die Auswilderung in geeigneten Gewässern zur Verfügung stelllen, damit vielleicht eines Tages der Edelkrebs wieder zu den nicht-bedrohten heimischen Tierarten gezählt werden kann.

Wichtig ist dabei die Abstimmung mit den Behörden, denn man darf keine Tiere unkontrolliert und nach eigenem Gutdünken auswildern.

Und selbstverständlich sollte man die Zucht des Edelkrebses auch unter dem Aspekt der Selbstversorgung sehen; als Möglichkeit, den eigenen Speisenzettel mit sehr exklusiven und wohlschmeckenden Gerichten vervollständigen zu können.

. . . und was ist nicht so toll:
Neben den unbestreitbaren Vorteilen, die die Krebszucht bietet, darf man aber auch nicht eine ganze Reihe von Problemen übersehen: Eine Edelkrebs-Zucht erfordert doch eine ganze Menge Platz und auch sonst sind einige Investitionen nötig.

Die ganze Sache ist sehr langwierig: Vom Schlüpfen der kleinen Krebse bis zum ausgewachsenen Tier dauert es mindestens 28 Monate. Wenn Sie die Zeit hinzurechnen, die das Weibchen die befruchteten Eier mit sich trägt, muss man volle 3 Jahre warten, bis der Krebs zum Verzehr bzw. zum Verkauf kommt. Das ist dann noch ein ziemlich junger Krebs, ein weiteres Jahr wäre durchaus sinnvoll. Das ist eine lange Zeit der Sorge um die Gesundheit der Tiere.

Letztlich muss man nämlich berücksichtigen, dass der Europäische Flusskrebs ausserordentlich empfindlich ist gegenüber Aphanomyces astaci, dem Pilz, der die sog. Krebspest auslöst, die in den letzten 100 Jahren die Bestände Mitteleuropas fast vollständig zum Aussterben gebracht hat.

Übrigens gelten Krebse zwar als teure Delikatesse, denn man braucht einige Tiere, um satt zu werden. Ein ausgewachsener Edelkrebs bringt dem Züchter aber nur etwa vier bis fünf Euro - vier Euro, für die der Krebs mindestens drei Jahre lang gepflegt werden muss. Die Gewinnspanne ist also eher gering. Ökonomisch spannend ist es eigentlich nur in grösserem Stil, wozu Sie wenigstens 1 Hektar Land mit entsprechender Bebauung haben sollten.

Zur Biologie des Europäischen Flusskrebses:

Unser Flusskrebs kommt in fast ganz Europa vor (nicht auf der Iberischen Halbinsel und auf Irland), ist allerdings in vielen Gegenden Europas in seinem Freilandbestand stark bedroht und z.t. auch schon ausgestorben. Auch in Deutschland ist der Bestand in freier Wildbahn so stark zurückgegangen, dass er in vielen Gegenden aktuell verschwunden zu sein scheint. Da sich der Naturschutzgedanke aber immer stärker verbreitet und auch immer wieder relativ saubere Gewässer entstehen, werden in verschiedenen Gegenden Wiederansiedlungsprojekte vorangetrieben. Die Verbreitung von Krebszuchtbetrieben, die ggf. auch Tiere zur Auswilderung zur Verfügung stellen können, fördert den Wiederansiedlungsgedanken.


Der Europäische Flusskrebs oder Edelkrebs (Astacus astacus) ist der größte unter den in Europa heimischen Süsswasserkrebsen: Männliche Tiere können bis zu 200 g wiegen, Weibchen sind etwa halb so schwer. Die Krebse erreichen dann etwa 12 bis fast 20 cm Länge. Sie werden 15 bis 20 Jahre alt - ein beträchtliches Alter für die doch eher kleinen Tiere.

Fischotter

In freier Wildbahn leben sie zwischen den Steinen und dem Wurzelwerk der Uferregionen ruhig fliessender und stehender, sauberer Gewässer, wie wir sie z.B. in Mecklenburg-Vorpommern vorfinden. Diesen Lebensraum teilt er sich allerdings mit Fressfeinden wie dem Fischotter, der sehr geschickt beim Erbeuten von Flusskrebsen ist.

Der Edelkrebs ist dämmerungs- bzw. nachtaktiv und ernährt sich von allem, was er erreichen kann: Wasserinsekten und Würmer, Schnecken und kleine Fische sind eine beliebte, wenn auch z.T. schwierig zu erbeutende Nahrung, Aas und Pflanzenreste tun es aber auch.

Neben der Biotopzerstörung werden die Freilandbestände des Edelkrebses allerdings weniger durch Fischotter und Schwarzstorch - beides selbst sehr seltene Vertreter unserer heimischen Fauna - oder Barsch, Zander und Aal bedroht, sondern vor allem durch den Menschen und durch die Krebspest.

Trotz des deutschlandweiten Verbots jeglicher Störung der einheimischen Populationen durch das Fangen der Art werden immer wieder Populationen vernichtet bzw. in ihrer natürlichen Entwicklung gestört.

Schlimmer noch aber ist die Bedrohung durch den Kamberkrebs (Orconectes limosus), eine amerikanische Flusskrebsart. Dies geschieht auf zweierlei Weg: Kamberkrebse verbreiten die gefürchtete Krebspest, eine Pilzerkrankung, gegen die unsere einheimischen Edelkrebse sehr anfällig sind, die aber den amerikanischen Verwandten weitaus weniger schadet. Durch die Krebspest können selbst stabil geglaubte Populationen in kurzer Zeit zusammenbrechen.

Unterschiedlich von den Wissenschaftlern wird dabei die Frage diskutiert, ob der Kamberkrebs eher der Verbreiter und die Ursache dieser Entwicklung ist.

Die bessere Resistenz der amerikanischen Flusskrebse führt jedenfalls dazu, dass selbst in Biotopen, die eigentlich durchaus noch als Lebensraum für unseren einheimischen Astacus astacus geeignet sind, die Art durch die widerstandfähigeren Kamberkrebse verdrängt wird. Hier spielt sich im Wasser also das gleiche Problem ab, das wir bei der Verdrängung des Nerzes durch den amerikanischen Mink kennen.

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